«Denen geht es doch nur um die Rendite»

Eine Pensionskasse kündigt allen Mietern in einer Wohnsiedlung, um nach einer Totalsanierung höhere Mieterträge zu generieren. Die bisher zufriedenen Mieter sind selbstverständlich verärgert. 

Sie werden gezwungen, die «eigenen» vier Wände in der schönen Zentralschweiz aufzugeben, und müssen darauf hoffen, wieder eine gute Wohnung zu vergleichbaren Kosten zu finden.

Der Vorwurf eines Mieters: «Denen geht es doch nur um die Rendite».

Die Pensionskasse ist allerdings auch nicht zu beneiden. Sie kann es heutzutage niemandem Recht machen. Wenn sie mehr Geld verdienen will, sind die Mieter unzufrieden. Tut sie nichts, bangen die Versicherten, vielleicht gerade wieder diese Mieter, um ihre Altersrente.

Die schweizerischen Pensionskassen befinden sich in einem Dilemma, nennen wir es das «Swiss Pension Dilemma».

 

Was führt zum 'Swiss Pension Dilemma'?

Es ist das heutige Anlageumfeld. Die Zentralbanken haben ihre Geldmengen seit der letzten Finanzkrise massiv ausgeweitet und finden aus Angst vor einer globalen Rezession nicht mehr zurück. Die Aktien, Obligationen- und Immobilienmärkte befinden sich in einem langjährigen Aufwärtstrend.

Für Neuanlagen müssen Investoren ihre Renditeerwartung reduzieren. Die realen Renditen von kurzfristigen Staatsanleihen sind in vielen Volkswirtschaften negativ. Auch in der Schweiz.

Aufgrund der negativen Zinssätze der Schweizerischen Nationalbank können bei Neuanlagen in Obligationen nur geringe oder negative Zinserträge erwirtschaftet werden.

Anleger suchen darum vermehrt nach Anlagemöglichkeiten in risikoreicheren oder neuen Märkten.

Pensionskassen sind im Engagement in neue Anlageklassen aber nicht gänzlich frei. Sie sind von Gesetzes wegen verpflichtet, gewisse maximale Anlagequoten nicht zu überschreiten:

  • Aktien und Hypotheken je maximal 50%: Viele Pensionskassen haben die Aktienquote ausgeschöpft oder möchten sie nicht ausbauen. Hypotheken sind grundsätzlich attraktiv, da sie durch das Grundpfand besichert sind. Für «normale» Hypotheken besteht aber ein grosser Konkurrenzkampf, sodass sich die Renditen auch hier verringert haben.
  • Immobilien maximal 30%: Pensionskassen mit Anlagen in Immobilien haben die Immobilienquote oft ebenfalls bereits ausgeschöpft. Renditesteigerungen auf bestehenden Liegenschaften sind darum eine attraktive Vorgehensweise.
  • Alternative Anlagen maximal 15%: Viele Pensionskassen haben wenig Anlagen vorgenommen oder machen ihre ersten Anlagen. Alternative Anlagen dürfen nur über diversifizierte Anlageprodukte (bspw. Fonds oder Indexprodukte) getätigt werden.

 

Gibt es Auswege aus dem 'Swiss Pension Dilemma'?

Eine Investition ist für Schweizer Pensionskassen im Kontext des vorliegenden Dilemmas attraktiv, wenn...

  1. sie ausserhalb der ausgeschöpften Anlagequoten liegt
  2. sie einen Zinsertrag generiert
  3. das Risiko überschaubar ist und
  4. keine negativen Auswirkungen für Drittparteien entstehen.

Ein gut bestückter Anforderungskatalog für neue Anlageprodukte!

 

5 Lichtblicke im Pension Dilemma

Exemplarisch und nicht als Kaufempfehlung können einige Schweizer Anbieter genannt werden, die mit ihren Anlageprodukten einen Lichtblick im Swiss Pension Dilemma darstellen.

 

Double Bottom Line mit Microfinance Fund

BlueOrchardDer BlueOrchard Microfinance Fund wurde bereits 1998 als erster privater und kommerzieller Mikrofinanz-Investmentfonds der Welt gegründet.

Der Fonds investiert in Mikrofinanzinstitute in Schwellen- und «Frontier»-Märkten. So stellt der Fonds einkommensschwachen Gruppen Darlehenskapital und zunehmend Spar-, Versicherungs- und verwandte Produkte zur Verfügung, damit sie einkommensschaffende Aktivitäten aufbauen und aus der Armut ausbrechen können.

Der BlueOrchard Microfinance Fund prägte das Konzept des «Double Bottom Line», indem Investoren sowohl einen Zinsertrag erhalten als auch die finanzielle Inklusion von Schwellenländern fördern.

 

KMU finanzieren mit KMU Kreditfonds

1741groupAuf der swisspeers Plattform finanzieren Anleger seit 2016 Kreditprojekte von Schweizer KMU. Sie erhalten dafür einen realen Zinsertrag und tun etwas Gutes für den Werkplatz Schweiz. 

Auch institutionelle Anleger haben diese realwirtschaftliche Anlage ausserhalb der traditionellen Finanzmärkte erkannt und Investitionen getätigt. Mit dem «swisspeers KMU Kreditfonds» erhalten Pensionskassen einen einfachen Zugang zu der swisspeers Plattform.

 

Infrastruktur finanzieren

ReichmuthDie Bank Reichmuth & Co hat in 2012 die Anlagemöglichkeit «Infrastruktur» lanciert. Mit den Anlagelösungen «InRoll», «Reichmuth Infrastruktur Schweiz KmGK» und «Reichmuth Infrastruktur II KmGK»“ erhalten Pensionskassen Zugang zu regelmässigen Cash-Flows und einer stabilen Rendite aus den Bereichen Verkehr und Versorgung/Entsorgung.

 

An der Realwirtschaft orientieren

RealUnitDie unabhängige Investmentgesellschaft RealUnit Schweiz AG orientiert sich an der Realwirtschaft und hat zum Ziel, die Vermögenswerte stabil und langfristig anzulegen. Um selbst in Krisenzeiten handlungsfähig zu sein, investiert die Gesellschaft mehrheitlich ausserhalb vom Bankensystem.

Aktuell hält sie physische Industrie- und Edelmetalle, Bargeld und Beteiligungen an Schweizer Firmen.

 

Neue digitale Anlageklassen erobern

CryptoFundDie Crypto Fund AG bietet professionellen Anlegern mit verschiedenen Produkten einfachen Zugang zu der neuen Anlageklasse der Crypto Assets.

Crypto Assets sind mit der Entwicklung und Verwendung der Blockchain Technologie verbunden und korrelieren gering mit traditionellen Finanzmärkten. Dabei wird nicht nur die Nutzung von und Verwahrung bei seriösen und regulierten Dienstleistern ermöglicht, sondern auch nach systematischen und quantitativen Ansätzen investiert.


Kennen Sie noch mehr Produkte, die einen Lichtblick im «Swiss Pension Dilemma» bieten? Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldung!

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