Velomaerkte.ch überwintert zum 2. Mal mit swisspeers Betriebskredit


Ich habe mich mit Erwin Metz unterhalten anlässlich der Ausschreibung seiner zweiten Saison-Finanzierung mit einem Betriebskredit für velomaerkte.ch. Er gibt spannende Einblicke in den Schweizer Velomarkt, die Trends und wie sich seine Firma positioniert.


Alwin: was verbindet dich mit Velofahren?

Erwin: Velos beschäftigen mich schon sehr lange. Ich war mal Radquer-Profi bei Radsport Gerber in Oftringen. Ich bin seither ein leidenschaftlicher Velofahrer und fahre Rennvelo, Mountainbike und Cylocross. Velofahren ist für mich Freude und Entspannung pur. Dasselbe gilt für unser ganzes Team. Alles Fachleute, die selbst passionierte Sportler sind und ‘Velo leben’. Wir geben alles dafür und arbeiten nach dem Motto "Velos für alle, alles fürs Velo!"

 

Grösste Veloauswahl der Schweiz

Alwin: Was macht ihr und wie seid ihr anders als andere Unternehmen in diesem Geschäft?

Erwin: Wir führen in Zürich, Basel und Baar drei Velo-Outlets mit der grössten Veloauswahl der Schweiz. Unser Fokus liegt im Vertrieb von vergünstigten Ausverkaufsmodellen, Ausstellungsvelos und Testbikes. Günstiger sind wir durch extrem guten Einkauf sowie Direktimporte und haben so mindestens so gute Preise wie im europäischen Ausland.

Wir unterscheiden uns im Markt auch, indem wir in der Regel alle Velos in vielen Grössen auf Lager haben und nicht nur eines je Produktgruppe. Der Kunde kann das gewünschte Velo in der korrekten Grösse sofort Probefahren und nach dem Kauf gleich mitnehmen.

Ausserordentlichen Stellenwert hat bei uns zudem ein sehr herzlicher Umgang mit Besuchern. Wir verkaufen Produkte, die Kunden oft besonders wichtig sind und sie lange begleiten, und die im Übrigen eine nicht alltäglich Investition darstellen. Dabei möchten wir auf jeder Ebene vor und nach dem Kauf so unterstützend sein wie es nur geht und unsere Velo-Begeisterung weitergeben. Ich wage zu behaupten: In der Schweizer Bikebranche sind wir für Kunden ganz ausdrücklich die "Wohlfühl-Veloshops".

Schliesslich betreiben wir 5 bis 6 Velöbörsen pro Jahr. Man kann sein Occasions Velo bei uns vorbeibringen und zum gewünschten Preis ausschreiben. Wir übernehmen die Ausstellung und den ganzen Verkaufsvorgang gegen 10-15% Kommission.

 

Die Trends: Ebikes und Gravel Bikes

Alwin: Was sind die aktuellen Trends und Herausforderungen der Fahrradbranche in der Schweiz?

Erwin: Der grösste Trend bleibt ganz klar das E-Bike. Ebikes erhöhen die Velo-Nutzung signifikant, weil sie den persönlichen Aktionsradius der Fahrer massiv erweitern. Sie sind natürlich auch viel ökologischer im Gegensatz zur Nutzung des Autos, gerade auf Kurzstrecken.

Ein weiterer Trend sind Gravel Bikes. Gravel Bikes sind eine Weiterentwicklung der Radquer Fahrräder. Sie erlauben es auf der Strasse ähnlich schnell zu fahren wie mit einem Rennvelo, eignen sich aber auch gut für Feld- und Kieswege. Sie werden nicht nur von Sportlern genutzt, sondern sind auch beliebt bei Pendlern für den täglichen Gebrauch. Die Sitzposition ist weniger agressiv als beim Rennvelo. Wir waren bei diesem Trend von Anfang an gut dabei und führen eines der grössten Sortimente für Gravel Bikes.

Der Velomarkt ist generell ein kompetitiver Markt. Neben den vielen lokalen Velogeschäften sind es die grossen Retailer wie Migros mit Bikeworld oder Decathlon, die Druck machen im Markt. Online sehe ich nicht so sehr als Gefahr, da das Velo gerne zuerst ausprobiert wird. Und da haben wir genau unsere Vorteile mit dem grossen Lager. Bei Probefahrten sind wir auch sehr grosszügig.

Velomaerkte

Saisonkredit mit swisspeers

Alwin: Beschreibe uns kurz das Projekt, welches Du bei swisspeers finanzierst.

Erwin: Das Fahrradgeschäft ist sehr stark saisonal geprägt. Im Winter können dadurch temporäre Liquiditätsengpässe entstehen. In unserem Fall bindet das grosse Sortiment sowieso viel Kapital. Daneben haben wir Projekte am Laufen, die den Finanzierungsbedarf diesen Winter erhöhen:

  • Unser Website-Projekt läuft auch über den Winter weiter. Unsere Seite ist sehr alt und muss dringend komplett erneuert werden. Das Projekt ist aufwendig, weil wir die Lieferanten und ihre Lager ebenfalls mit integrieren. Das wird uns den Unterhalt massiv vereinfachen.
  • Den Standort Baar haben wir erst 2018 eröffnet. Bisher konnten wir diesen als Pop Up Store führen. Jetzt wechseln wir auf einen fixen Mietvertrag und müssen eine grössere Mietkaution leisten.

 

Nicht nur Zins für Investoren

Alwin: Investoren, die bei Eurem Kreditprojekt mitfinanzieren erhalten noch etwas mehr als nur Zins?

Erwin: Genau, wir bieten jedem Investor, der bei uns mitmacht, einen Sonderrabatt von 20 % auf unsere regulären Verkaufspreise oder - wenn kein neues Velo benötigt wird - einen gratis Basic-Service am eigenen Bike.

 

Alwin: Herzlichen Dank für die Einblicke in euer Geschäftsmodell und jetzt viel Erfolg bei der Finanzierung eures Betriebskredits!

 

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Author

Alwin Meyer

Gründer Fintech Startup swisspeers AG, Porträt NZZ