Wachstum & Expansion: Wie das Pferdefutter zum Plank kam

Kurz vor Pfingsten unterhalte ich mich mit dem Gründer der Omento GmbH, Maximilian Plank. Wir sprechen über Pferdesport, Futtermittel und wie ein Betriebswirt & Jurist zum Pferdefutter-Startup kommt. Oder wie man 15 Tonnen Stahl wieder zum Leben erweckt und wie swisspeers Investoren mit einer Wachstumsfinanzierung mithelfen.


Alwin Meyer: Was macht ihr und wie seid ihr anders als andere Unternehmen in diesem Geschäft?

Maximilian Plank: Die Omento GmbH entwickelt, produziert und vertreibt innovatives heubasiertes Kraftfutter für Pferde. Das Futter wurde speziell für den Ernährungstrakt des Pferdes entwickelt. Hergestellt auf Heu-Basis und nicht wie üblich mit unterschiedlichstem Getreide, gibt es dem Pferd sein natürliches „Originalfutter“. Wir entwickeln vom Bedürfnis des Tieres aus und nicht vom Menschen.

 

Wie das Leben so spielt...

Alwin Meyer: Wie sind Sie dazu gekommen Pferdefutter Hersteller zu werden?

Maximilian Plank: Ich selbst bin Jurist und habe die Maschinen für die Herstellung des Futters ursprünglich aus einer Liquidation gekauft für den Weiterverkauf. Dafür habe ich niemanden gefunden und habe mir den Markt etwas detaillierter angesehen und mich kurzerhand selbst ins Zeug gelegt.
Zusammen mit einer Tierärztin analysierten wir zuerst die bestehenden Probleme von Pferden und ihrer Ernährung gründlich. Wenn sie, wie ich, als Außenstehender in eine Branche einsteigen, dann tun sie das mit viel weniger Vorurteilen und ohne Silodenken. Kurzum unsere Analyse hat ergeben, dass

  • erstens in dem Markt wenig Innovationskraft liegt und
  • zweitens eine Überversorgung stattfindet wie beim Menschen. Bei Problemen wird mit Pulvern im Nachgang geheilt.

Wir wollen vorne ansetzten bei der Nahrungsaufnahme. So sind wir dazu gekommen spezielles Futter für Sportpferde mit unterschiedlichen Bedürfnissen herzustellen.

Im Jahr 2018 konnten wir die Weltmeisterin sowie Nr. 2 und 6 bei den Weltreiterspielen in den USA mit unserem Futter unterstützen.

Siegerpferd frisst Omento

 

Luxus- oder Breitensport?

Alwin Meyer: Was sind die Eigenheiten in eurer Branche? Was sind die grössten Möglichkeiten und Herausforderungen?

Maximilian Plank: Eigentlich gehören wir zur Futtermittelbranche, da haben wir aber wenig Berührungspunkte. Wir sehen uns in der Pferdesport- und Freizeitbranche.

Wir haben uns zum Firmenstart vor allem im Profisport positioniert und wollen jetzt in den Freizeitbereich eindringen. 90% des Futtermittelmarktes liegt in der Freizeit-Reiterei. Das ist allerdings nicht nur einfach, weil die Freizeit-Reiter eher argwöhnisch eingestellt sind gegenüber dem Profisport. Jedoch haben Sportpferde sowie auch Freizeitpferde einen ähnlichen Bedarf im Ernährungstrakt. Ob Profi- oder Freizeitsport, wir sind in einem spannenden Umfeld tätig. Unsere Kunden verfügen grundsätzlich über eine hohe Kaufkraft und manche Pferdeliebhaber geben mehr Geld für ihr Pferd aus als für sich selbst.

Eine Herausforderung sehe ich im speziellen, länderspezifischen Image des Pferdesports. Während in Märkten wie Deutschland und Polen das Halten von Pferden als etwas recht Normales angesehen wird, hat es in Tschechien oder den USA ein Luxussport Image. Grundsätzlich steigt der Pferdebestand mit steigendem GDP in einem Land ebenfalls an.

Pferde am futtern

 

Was swisspeers Investoren zum Erfolg beitragen

Alwin Meyer: Wie sind Sie auf swisspeers aufmerksam geworden?

Maximilian Plank: Mir wurde swisspeers von einem Bekannten empfohlen, der selbst bereits positive Erfahrungen gesammelt hat mit euch.

 

Alwin Meyer: Warum haben Sie diese Finanzierungsform gewählt?

Maximilian Plank: Ursprünglich wollte ich die Weiterentwicklung meines Geschäfts mit Fremdkapital meiner Hausbank finanzieren. Das ging mir dann aber alles zu lange und so habe ich schließlich mit einem Teil des swisspeers Kredits auch gleich die Hausbank abgelöst.

 

Alwin Meyer: Wo stehen Sie mit den Projekten, die Sie finanziert haben mit den swisspeers Investoren?

Maximilian Plank: Ich investiere das Geld in folgenden drei Bereichen:

  1. Online Marketing: Hier habe ich erste Investitionen getätigt. Jetzt kommt bald ein Partner an Board, der das übernimmt und weiter optimiert.
  2. Messebesuche: Gerade letzte Woche habe ich eine erste Messe besucht mit eigenem Stand an einem Freizeit-Reitanlass in München. Wir haben direkt am Stand verkauft. Ich bin gespannt auf den Bestellungseingang in den nächsten Wochen. Dann werden wir sehen, wie erfolgreich der Messebesuch war.
  3. Anlagen: Schließlich haben wir einen Teil in die Produktionsmittel investiert. Wir sind jetzt in der Lage Futter effizienter pro Stunde zu produzieren.

 

Alwin Meyer: Nachdem Sie den Kredit ausgeschrieben haben, wie erlebten Sie die 20 tägige Auktionsphase?

Maximilian Plank: Am Tag der Ausschreibung war die Auktion bereits nach einer Stunde durch. Ich habe die Auktion anschließend relativ zügig geschlossen und so war das Geld recht schnell auf unserm Konto.

 

Wachstumsfinanzierung - Empfehlungen an zukünftige Kreditnehmer

Alwin Meyer: Deine Empfehlung an zukünftige Kreditnehmer?

Maximilian Plank: Ich finde es wichtig, dass man sich als Unternehmer vor der Kreditaufnahme einen guten Liquiditätsplan macht. Gerade wenn die Situation etwas angespannt ist, wird es wichtig zu sehen, wie man mit der künftigen monatlichen Belastung der Kreditamortisation umgeht. Ich empfehle künftigen Kreditnehmern mit einem Puffer zu kalkulieren.

 

Alwin Meyer: Herzlichen Dank für die Einblicke in die Welt des Reitsports und viel Erfolg in der weiteren Entwicklung Ihres Unternehmens.

 

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Author

Alwin Meyer

Gründer Fintech Startup swisspeers AG