Wagnerei – individuelles Handwerk im Trend

Thomas Koch ist Inhaber und Geschäftsführer der Koch Wagnerei- Antikschreinerei. Wir haben uns unterhalten zum Thema des traditionellen Handwerks und zu seiner Working Capital Finanzierung bei der Crowdlending Plattform swisspeers. Und zu Weihnachten gibt’s bei der Wagnerei eine Kinder-Karrette ausschließlich aus Schweizer Holz – ohne Metall und Leim.

 

Instandsetzungen als Spezialität der Wagnerei

Alwin: Was macht Ihr und wie seid ihr anders als andere Unternehmen in diesem Geschäft?

Thomas Koch: Wir sind spezialisiert auf neue Massivholzprodukte und auf Instandsetzungen, Erneuerungen oder Ergänzungen alter Objekte.
Als Wagnerei gehören wir zu den Fahrzeugbauern. Die Wagnerei war früher vor allem für Gebrauchsgegenstände in Landwirtschaft, Gewerbe und für alle Fahrzeuge ein wichtiger Lieferant.

Heutzutage sind wir vorwiegend mit Instandsetzungen von historischen Objekten beschäftigt. So haben wir in diesem Jahr die Räder des ältesten Feuerwehrautos der Schweiz, einer Automobildampfspritze von 1905, instandgesetzt.

Wir sind aber auch Ansprechpartner für Instandsetzungen von Möbeln und Innenausbauten und werden von anderen Schreinereien als Spezialisten beigezogen.

Weiter verfügen wir über historische Einrichtungen für die Erarbeitung von gewellten Profilleisten, die als Verzierungen für Möbelteile oder im Innenausbau beliebt sind. Solche Wellenleisten konnten wir als Ergänzungen, auch schon einem Instrumentenbauer liefern für ein Harmonium oder für den Dom im deutschen Freiberg herstellen.

Wagnerei Instandsetungen

 

Alwin: Wie sind sie zu ihrem Betrieb gekommen?

Thomas Koch: Ich konnte die Werkstatt (Schreinerei) von meinem Grossvater übernehmen. Da mich schon seit vielen Jahren hölzerne Kulturgüter faszinieren, konzentriere ich mich auf die Restaurierung von alten Holzobjekten aller Art. Ich habe mich auch weitergebildet zum Handwerker in der Denkmalpflege mit eidgenössischem Fachausweis.

 

Umbruch in der Schreinereibranche

Alwin: Wie siehst Du die Branche der Schreiner respektive der Wagner/Skibauer in der Schweiz? Wo liegen die grössten Möglichkeiten und Herausforderungen?

Thomas Koch: Die Schreinereibranche befindet sich im Umbruch. Schreinereien spezialisieren sich. Die einen bauen aus und setzen auf Fabrikfabrikation. Die anderen entwickeln sich zu Montage- und Service Schreiner.

Die erste Gruppe sind hoch automatisierte Spezialisten, die beispielsweise Serienproduktion für Türen umsetzen. In der Schweiz produzieren kann man nur noch hoch automatisiert oder für Spezialanfertigungen, wie wir das machen.
Langlebige Produkte werden wieder mehr geschätzt und solche werden auch wieder mehr in Auftrag gegeben. Einheimische Rohstoffe werden eingesetzt und garantieren kurze, umweltfreundliche Transportwege.

 

Alwin: Was spricht aus Deiner Sicht heute für den Standort Schweiz

Thomas Koch: Swissness zählt viel und ist gefragt. Wir bilden die Leute sehr gut aus. Ich habe zwei Lernende bei mir in der Lehre. Ich finde das duales Bildungssystem eine hervorragende Einrichtung, gerade weil es später ein breites Feld an Weiterbildung zulässt. Mein Bruder lernte zuerst Schreiner und hat danach ein Studium angehängt. Im Ausland fehlt bei handwerklichen Berufen oft die Ausbildung in der Praxis.

 

Working Capital mit swisspeers Direct Lending

Alwin: Wie bist Du zu swisspeers gekommen?

Thomas Koch: Ich habe ein online recherchiert und bin da auf euch gestossen. Euer Auftritt ist professionell und sympathisch rübergekommen. Die Nähe hat für mich auch eine Rolle gespielt. Wir sind in derselben Region im Kanton Zürich.

 

Alwin: Warum hast Du diese Finanzierungsmöglichkeit gewählt?

Thomas Koch: Ich sah bei euch eine bessere Chance auch für einen kleineren Betrag einen Firmenkredit zu bekommen.

 

Alwin: Beschreibe uns kurz das Projekt, welches Du bei swisspeers finanziert hast.

Thomas Koch: Ich habe mit dem Kredit die Liquidität im Betrieb gestärkt. Unsere Projekte im Bereich Instandsetzung sind terminlich schwierig abzuschätzen, teilweise geht es 1-2 Jahre bis ein Auftrag erteilt wird. Wir konnten jetzt die Vertriebsaktivitäten intensivieren. Neben Mund zu Mund Propaganda, waren wir erstmals an der Cultura Suisse, einer Fachmesse für Museen, Denkmalpflege und Kulturgüter. Schliesslich diversifizieren wir auch mit weiteren Angeboten, um die Auftragsschwankungen zu senken:

  1. Die Dienstleistungen habe ich um einen Kurs für die Herstellung eines klassischen Holzspeichen Rades ergänzt.
  2. Massivholz Kinderspielzeuge: Ein Lernender hat eine Kinder-Karrette vollständig aus Holz, also ohne Kunstsoff, Metall oder Klebstoff gefertigt. Solche nachhaltigen Geschichten wecken viel Interesse.
  3. Wir haben die Schlittenvertretung hier in der Region übernommen für eine andere Wagnerei aus dem Thurgau und bieten Davoser Schlitten, Freizeit- und Sportrodel an.

karette der WagnereiAbbildung: Kinder-Karette auschliesslich aus Holz - ohne Leim und Metallteile

 

Alwin: Wie hast Du den Kreditprozess erlebt bei swisspeers?

Thomas Koch: Das ging sehr schnell und unkompliziert. Der Besuch eures Kreditspezialisten war eine gute Sache. Ich finde es wichtig, trotz Digitalisierung einen persönlichen Kontakt zu etablieren. Der digitale Teil mit der Crowdlending Plattform finde ich gut gelöst, insbesondere wie man sein Daten hochladen kann. Die Auktion war dann ein sofortiger Erfolg. Mein Projekt war sehr schnell stark überzeichnet.

 

Alwin: was hat Dir besonders gefallen?

Thomas Koch: Ich finde es sehr angenehm, dass so viel online geht. Ich finde es eine gute Lösung, dass man von Beginn weg wieder zurückzahlt. So bleibt der Betrag nicht jahrelang stehen es werden Zinsen bezahlt auf unbestimmte Zeit. Der Zeitraum indem die Geschichte erledigt wird ist klar definiert. Für Unternehmer mit zusätzlichen Geschäftsideen finde ich eure Crowdlending Plattform ideal.

 

Alwin: Herzlichen Dank für die Einblicke in ein traditionelles Handwerk und die Schreinerei Branche im Generellen.


So funktioniert die Working Capital Finanzierung bei swisspeers:

Liquidität beschaffen

Author

Alwin Meyer

Gründer Fintech Startup swisspeers AG, Porträt NZZ