Bestehen KMU-Darlehen im Vergleich mit Sparkonten?
KMU-Darlehen im Vergleich zum Sparkonto
Auf den ersten Blick schreckt das sicher viele Sparer ab. Allerdings lohnt es sich, genauer hinzuschauen und die Konditionen zu prüfen. Die Zinsuhr auf dem Sparkonto steht sowieso, wie man mit dem Rechner historische Zinsen & Renditen von moneyland selbst einfach berechnen kann.
Sparer sind typischerweise sehr sicherheitsorientiert. Daher sind für sie folgende Aspekte wohl ganz wichtig:
- Die Sicherheit des Geldes
- der Zugriff auf das Geld
- die Höhe der Zinsen.
Sicherheit des Geldes
KMU-Darlehen werden nicht von der Einlagensicherung erfasst, die Spargelder bei Banken bis 100‘000 Franken absichert. Aber: Dazu gibt es gibt es wenig bekanntes Detailwissen.
- Wie sicher sind KMU-Darlehen? Im Durchschnitt sind über die letzten 10 Jahre rund 2% der KMU Kredite bei swisspeers ausgefallen. Deswegen zahlen sie ihren Geldgebern auch einen höheren Zins. Der teils stattliche Aufschlag ist die Entschädigung für die Übernahme des Kreditrisikos durch den Anleger. So ist wichtig, die Mittel beim Geld anlegen auf viele einzelne KMU-Darlehen zu verteilen, zu diversifizieren.
Bei swisspeers liefern KMU-Darlehen rund 7% Zinsen (vor Kosten und Ausfällen) bei einer mittleren Kapitalbindung von nur 1,8 Jahren. Das sind rund 6.7% mehr als die aktuellen Referenzzinsen in Schweizer Franken. Diese betragen auf 2 Jahre Laufzeit (Swap-Satz) traurige 0.3 Prozent (vor 1 Monat noch 0%). - ...und Spargelder? Die Einlagensicherung garantiert Spargelder bis 100‘000 Franken. Ja, aber. Der Einlagensicherungsfonds deckt insgesamt höchstens knapp 8 Milliarden Franken Verluste durch Bankkonkurse.
Danach ist Schluss. Auf den Sparkonten bei Banken in der Schweiz lagern aber 1'800 Milliarden Franken. Der Einlagensicherungsfond also deckt gerade mal 0,44% der Spargelder.
Sobald also eine Bank unter geht, die mehr als 8 Mia. Spargelder auf der Bilanz hat, sind die CHF 100'00 bereits nichtmehr garantiert.
Obwohl eine Bankinsolvenz also durchaus ein Risiko darstellt, gilt Spargeld als sicher. Wegen impliziten Staatsgarantien? Hinter diesen stehen am Ende auch nur die Sparer als Steuerzahler, denen die Spargelder gehören.
Man sichert sich letztlich also selbst seine Spargelder ab.
Zugriff auf das Geld
Spargelder können bis zu gewissen Limiten – meist CHF 10'000 (ZKB, Raiffeisen) bis CHF 50'000 (Migrosbank) – jederzeit bezogen werden. Beträge darüber müssen 30 Tage im Voraus gekündigt werden oder es fallen Gebühren an (z. B. 0,5 % bei der UBS).
KMU-Darlehen haben eine mittlere Kapitalbindung von rund 1,8 Jahren und amortisieren typischerweise. Es steht auch ein Sekundärmarkt für schnellere Liquidationen zur Verfügung. Generell sind sie jedoch weniger liquide als Spargelder.
Höhe der Zinsen
Bei der Höhe der Zinsen hängen KMU-Darlehen das gute Sparbuch ab, ohne weiteres. Allerdings ist das Risiko höher und wie oben erwähnt, sind die Anlagen weniger liquide.
KMU-Darlehen sind eine gute Diversifikation für Festzinsanlagen
Das ist kein Aufruf, sein Spargeld und insbesondere den eigenen "Notgroschen" (3-6 Monatslöhne) in KMU-Darlehen umzuschichten. Trotzdem ist dieses vermeintlich risikolos angelegte Geld Risiken ausgesetzt.
Um Risiken zu verteilen, ist Diversifikation wichtig. Da kommen die KMU-Darlehen ins Spiel. Wer sein Portfolio diversifiziert und die Anlagesumme auf mehrere Töpfe verteilt, fährt in der Regel besser.
KMU-Darlehen kann man sich als Anleger selbst aussuchen und sein Risiko-Rendite-Profil steuern. Dazu kommt, dass sie eine Direktinvestition in den Werkplatz Schweiz sind. Man verdient einen Zins und leistet einen Beitrag zur Standortsicherung: Das ist richtiges Impact Investing – beim KMU-Crowdlending ist das inklusive.
