Swisspeers, das sind wir - die Firmengründer

Mittlerweile zählt das Team 10 Peers mit unterschiedlichstem Know-how und Hintergrund. In loser Folge stellen wir die Mitwirkenden bei swisspeers vor. Das sind neben den Gründern mittlerweile sechs Mitarbeiter, Studenten, der Verwaltungsrat, ein Fachbeirat und lokale Kreditspezialisten. Den Beginn machen wir mit den drei Gründern, Andreas Hug, Alwin Meyer und Stefan Nägeli.

 

Woher die drei Gründer kommen

Wir drei Gründer haben im Jahr 2015 mit der Konzeption von swisspeers begonnen. Alle drei hatten wir unsere Karrieren bei einem grossen amerikanischen Software Hersteller gemacht. Gestartet haben wir in die Arbeitswelt gleich nach dem Studium bei einem ehemaligen Startup aus der Universität St. Gallen. Die Firma entwickelte und implementierte Software für Banken im Bereich des finanziellen Risikomanagement. Nachdem wir einige Software Implementierungen bei Banken selber durchgeführt hatten, konzentrierte sich Andi Hug auf das Produktmanagement und damit auf die Weiterentwicklung der Software Applikation während Alwin Meyer Banken in Europa und später weltweit im Vertrieb akquirierte. Beide sammelten später Erfahrung in der Führung von Business Units mit P&L Verantwortung und bis zu 300 Mitarbeitern weltweit verteilt in Software Entwicklung, der Software Implementierung, Produktmanagement und Vertrieb. Stefan Nägeli entwickelte nach seinem ETH Studium in derselben Firma Software, führte agile Entwicklungsmethoden ein und übernahm später zuerst ein lokales Entwicklungsteam, bevor er die globale Entwicklung mit über 100 Entwicklern an fünf Standorten leitete.

 

Die Beweggründe swisspeers zu starten

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2014/2015 zeichneten wir die ersten Flipcharts für eine KMU Crowdlending Plattform in der Schweiz. Darauf gekommen sind wir aufgrund zweier Beobachtungen:

  1. Einerseits sahen wir in den USA und in Grossbritannien ähnliche Modelle entstehen und wachsen. Technologieplattformen von jungen Unternehmen werden immer mehr eingesetzt mehrseitige Marktmodelle schlank zu implementieren und so Parteien mit gegensätzlichen Bedürfnissen unabhängig von ihrer geografischen Distanz effizient zu «matchen».
  2. Andererseits reifte aus unserer Tätigkeit als Lieferant von Risikomanagement Software und Risikomanagement Beratungen u.a. für Schweizer Banken, dass das Segment der kleineren Unternehmen nach der Finanzkrise Mühe bekundete ihre Wachstumsprojekte fremd finanzieren zu lassen.

 

Entscheid und Entwicklung der Plattform

Von den ersten Flipchart Zeichnungen führte ein teils emotionaler Weg zur Entscheidung im April 2015 unsere Jobs zu künden und den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Alle drei mit Familie oder in Familienplanung, war der Entscheid kein leichter gute Jobs an den Nagel zu hängen und in die Ungewissheit einzutauchen.

Im August 2015 gründeten wir die Vorgängerorganisation von swisspeers, quasi das Experimentierfeld, welches im Mai 2016 zu swisspeers AG wurde. In der Zeit führten wir viele Interviews mit unserer zukünftigen Kundschaft, KMU Besitzern und Investoren mit Anlagebedarf durch. Draus entstanden erste Prototypen von sogenannten ‘Customer Journeys’ auf Papier, welche zeitweise den Dachstock bei Andi Hug zu Hause vollständig auskleideten. Wir bauten einen Beirat auf, zur Unterstützung mit Knowhow in den Bereichen PR, finanzielles KMU Management, Kreditrisikomanagement und den regulatorischen Rahmenbedingungen. Letztere waren eine grosse und zeitintensive Unbekannte, da professionelle Crowdlending Modelle in der Schweiz noch nahezu unbekannt waren.

Die Aufbereitung unseres Geschäftsmodells zugunsten der Aufsichtsbehörde FINMA und dessen Präsentation in Bern beschäftigten uns eingehend über den Jahreswechsel 2015/2016. Höhepunkt dieses Teilprojekts war eine stündige Präsentation bei der FINMA in Bern vor deren Spezialisten inklusive dem Chef Mark Branson. Schliesslich erhielten wir im Februar 2015 ein Schreiben der Bankenaufsicht, welches uns aufzeigte unter welchen Bedingungen wir unser eingereichtes Geschäftsmodell betreiben durften. Das war das grüne Licht für den Marktstart.

Weitere intensive Iterationen auf unserem Geschäftsmodell und den Softwareprototypen folgten. Das beinhaltete nicht wenige Programmiernachtschichten von Stefan Nägeli auf unserer langsam entstehenden Softwareplattform. In dieser Zeit firmierten wir um zur swisspeers AG und der bisherige Beirat wurde zu unserem Verwaltungsrat. So hatten wir das Glück, die uns bisher unverbindlich unterstützenden Persönlichkeiten formal als unabhängiges Gremium in die Firma einzubinden und ein tragendes Vertrauenselement unserem Startup hinzuzufügen. Den Verwaltungsart stellen wir in einem späteren BLOG Post vor.

 

Der Start von swisspeers Mitte 2016

Im März 2016 hatten wir unser «Coming out» mit dem ersten BLOG Post «Viele KMU überschätzen die Nachteile von Fremdkapital». Damit starteten wir die Marktkommunikation und suchten potentielle Kreditnehmer und Investoren. Das erlaubte uns im Juni 2016 die erste Version unserer Online Plattform, das «Minimal Viable Product», online zu bringen. Kurz darauf schrieben wir die ersten Kredite auf dem swisspeers Marktplatz aus und fanden Investoren, welche diese finanzierten.

Seither sind mehr als 2 Jahre vergangen, erste Mitarbeiter sind dazugestossen in den Bereichen Kreditanalyse, Marketing und Vertrieb, Operations und in der Softwareentwicklung. Sie alle arbeiten daran die Mission von swisspeers umzusetzen, mit dem Einsatz ihrer digitalen Plattform Schweizer Unternehmen eine neue Form des Kapitalzugangs zur Finanzierung ihrer Innovationsprojekte zu verschaffen und damit den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen am Wirtschaftsstandort Schweiz zu unterstützen.

 

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Author

Alwin Meyer

Gründer Fintech Startup swisspeers AG