"Die Geschwindigkeit hat mich am meisten beeindruckt"

Für die Bank zu klein, für die Crowd gerade richtig: Die LIKA Fachschule hat ein Geschäftsdarlehen aufgenommen, um ihren Auftritt zu modernisieren. Der Kreditwunsch des seit über 30 Jahren bestehenden Unternehmens war der Hausbank zu klein. Dank einem persönlichen Tipp nutzte man die alternative Finanzierungsart Crowdlending, um einen massgeschneiderten KMU-Kredit zu erhalten. Geschäftsleiterin Sandra Hug verrät mehr über die Hintergründe und Ziele, die mit dem Geld verfolgt werden.

 

Alwin Meyer: Was macht Ihr Unternehmen und was zeichnet es aus?

Sandra Hug: Die LIKA GmbH ist eine Fachschule in der Erwachsenenbildung im Gesundheitsbereich. Seit mehr als 30 Jahren bilden wir Therapeuten aus. Unser Kerngeschäft ist die von den Krankenkassen anerkannte und EMR-konforme Körper- und Atemtherapie LIKA. Zusammen mit Evelyne Kernen und Beatrice Brandes Morf führen wir die Schule mit viel Engagement. Wir schätzen den Kontakt zu unseren Kunden und legen Wert auf eine persönliche Note.

Mit unserem erfahrenen und qualifizierten Dozenten-Team bieten wir zudem fachbezogene Weiterbildungen und Seminare in den Bereichen Supervision, Coaching, Manualtherapie sowie Psychologie und Mindfulness an.

 

Alwin Meyer: Ausbildung im Bereich  Komplementärtherapien – wie geht es Ihrer Branche in der Schweiz? Welches sind die Chancen, wo stehen Sie vor Herausforderungen?

Sandra Hug: Die Komplementärtherapie hat einen grossen Stellenwert in der Bevölkerung. Wenn es um die eigene Gesundheit geht, möchten die Betroffenen ihre Therapiemöglichkeiten wählen und ausschöpfen können. Gute Therapeuten sind wichtig für diesen Berufssektor. Unsere grösste Herausforderung ist es, neben den grossen Anbietern solcher Ausbildungen bestehen zu können. Bildungswillige haben heute eine enorme Auswahl. Ein klares Profil ist für uns immer wichtiger. Die Qualität und Atmosphäre unseres Hauses wollen wir herausheben. Wir legen Wert auf Unterricht mit kleineren aber vertrauten Gruppen, guter Betreuung und mit einem schönen Standort ohne Stadthektik. Weil die höhere Berufsbildung auch in unserem Bereich gefördert wird, ist der Berufsweg länger und natürlich teurer geworden. Dass ein solcher Weg trotzdem machbar ist und sich lohnt, muss in der Werbung und unserem Aussenauftritt erkennbar sein. Hier liegen auch die Chancen: Die Menschen wollen sich weiterentwickeln und selbstverständlich haben sie berechtigten Anspruch auf einen anerkannten Bildungsabschluss.

 

Alwin Meyer: Wie sind Sie auf swisspeers aufmerksam geworden?

Sandra Hug: Zuerst gingen wir zu unserer Hausbank. Doch dort wollte man über Beträge unterhalb von 100‘000 Franken gar nicht sprechen. Ich habe dann von einem Bekannten, er ist Finanzspezialist in einem KMU, den Tipp bekommen, es mit swisspeers zu versuchen. Es war also eine direkte Empfehlung. Das hat mir geholfen, zwei meiner Hemmschwellen abzubauen: Erstens fremdes Geld zu nehmen und zweitens eine Internetplattform zu nutzen. Unsere persönlichen Treffen haben diese Bedenken weiter reduziert. Ich finde es sehr unkompliziert und sympathisch, wie Sie arbeiten!

 

Alwin Meyer: Beschreiben Sie bitte kurz das Projekt, das Sie mit swisspeers finanziert haben.

Sandra Hug: Wir wollten für unsere Ausbildungen die neuesten Akkreditierungen erhalten. Ausserdem planten wir ein neues Gesamt-Marketingkonzept mit neuer Website und optimierter Werbung. Unser Ziel ist es, die Räumlichkeiten an unserem wunderschönen Standort in Stilli durch Fremdvermietung noch besser auszulasten. Wir könnten uns neben dem bestehenden Kurssegment auch Business-Events mit Extras vorstellen. Mit dem swisspeers-Kredit finanzieren wir die externen Kosten dieser Massnahmen.

 

Alwin Meyer: Was war das Highlight beim Kreditvergabeprozess von swisspeers?

Sandra Hug: Die Geschwindigkeit hat mich am meisten beeindruckt. Das Projekt wurde am Freitagmorgen für die Investoren aufgeschaltet. Nur ein paar Stunden später war der Kredit finanziert. Es hat mich fasziniert, wie das gelaufen ist. Ich hatte mich auf einen längeren Zeitraum eingestellt. Auch danach ist effektiv immer passiert, was swisspeers angekündigt hatte. Wir wurden nie enttäuscht. Ein ganz besonderes Highlight war natürlich, dass der Kredit während der Auktion stark überzeichnet war und deshalb der Zins gesunken ist. Und schliesslich haben wir auch das Geld schnell erhalten.

 

Alwin Meyer: Wie ist der aktuelle Stand der finanzierten Projekte?

Sandra Hug: Die Akkreditierungsdokumentation ist in der Abschlussphase, wir haben neue Werbemittel produziert sowie eine neue Website entwickelt. Wir arbeiten mit einer versierten Grafikerin und einer innovativen Webdesignerin zusammen und finden, das lohnt sich. Es ist wichtig, dass wir gesehen und gefunden werden und die Kunden auch online unkompliziert mit uns zurechtkommen.

 

Alwin Meyer: Herzlichen Dank für die Einblicke von der Kreditnehmerseite und weiterhin viel Erfolg mit der Schule!

 

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